Ambulanzen

Es stehen zwei Ambulanzen mit kassenärztlichem Sitz für spezielle Krankheitsbilder, die in anderen ambulanten Bereichen nur selten betreut werden, zur Verfügung. Die Gerinnungsambulanz wird seit dem 01.04.2010 im MVZ der Charité (CCM) weitergeführt.

Der Charité wurde am 25.03.2010 vom Berliner Senat die Genehmigung nach der §116b-Bestimmung für die Diagnostik und die Versorgung von Patienten mit Hämophilie und weiteren Gerinnungsstörungen am Standort CCM erteilt. Seit dem 01.08.2010 besteht ein KV-Sitz (Kassenärztlicher Sitz für Transfusionsmedizin), der von den verantwortlichen Ärzten gemeinsam im AGZ (ambulanten Gesundheitszentrum) der Charité ausgeübt wird. Desweiteren sind Priv.-Doz. Dr. med. J. Koscielny und Priv.-Doz. Dr. U. med. Kalus als Weiterbildungsbefugte für  Hämostaseologie (12 Monate, auch ambulant) und Priv.-Doz. Dr. med. J. Koscielny als Weiterbildungsbefugte für Transfusionsmedizin (bis 36  Monate, auch ambulant) von der Ärztekammer Berlin anerkannt. Zudem ist die Gerinnungsambulanz mit Hämophiliesprechstunde nach QEP (Qualität und Entwicklung in Praxen) entsprechend den Empfehlungen der Bundesärztekammer zertifiziert.

Überblick

In der Gerinnungsambulanz wurden und werden seit 1994 über 36.000 neue Patienten mit Blutungs- oder Thromboseleiden diagnostiziert und behandelt. Zudem ist die Gerinnungsambulanz ein wichtiger Bestandteil der Hämophiliebehandlung der Charité (CCM). Die verantwortlichen Ärzte besitzen sämtlich die Zusatzausbildung zum Hämostaseologen (Gerinnungsspezialist) und sind auch aktuell in zahlreichen nationalen und internationalen Leitlinienkommissionen zur Diagnostik und Behandlung von Gerinnungsstörungen tätig. Die Ärztekammer Berlin hat diesen Bereich als Ausbildungsstätte zum Hämostaseologen anerkannt.

Die Immunhämatologische Ambulanz wurde seit 1994 kontinuierlich und kompetent vom Leiter etabliert. Der verantwortliche Leiter ist ebenfalls seit mehreren Jahren in zahlreichen nationalen und internationalen Leitlinienkommissionen zur Diagnostik und Behandlung von immunhämatologischen Krankheitsbildern tätig.

Hinweise für Patienten und überweisende Ärzte

Gesetzlich krankenversicherte (GKV) Patienten müssen neben einer aktuell gültigen Chipkarte einen gültigen Überweisungsschein (gelber Überweisungsschein 06-02) vom Hausarzt, Internisten, einem anderen Facharzt oder einem anderen überweisungsberechtigten (niedergelassenem) Arzt mitbringen.

Privatversicherte oder Wahlleistungspatienten benötigen nur eine aktuell gültige Chipkarte.

Privatversicherte mit einem Basistarif oder einem Ausschlusstarif benötigen eine Kostenübernahmeerklärung ihrer Krankenkasse.

Vorbefunde vom überweisenden Arzt sollten ebenso in Kopie mitgebracht werden.

Grundsätzlich dürfen sich die Patienten während des ambulanten Vorstellungstermins nicht zeitgleich in stationärer Behandlung befinden. Erst nach oder vor einem stationärem Aufenthalt dürfen sich die Patienten ambulant vorstellen.

Eine Ausstellung einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ist für gesetzlich krankenversicherte (GKV) Patienten nicht möglich!

Patienten, die nicht in Deutschland krankenversichert sind und/oder keinen Wohnsitz in Deutschland haben, können nur gegen Vorkasse behandelt werden und benötigen einen Vertrag mit der Charité international !

Patienteninformationen

Hier steht ein Auswahl von Informationen für Patienten zur Verfügung:

Vorbeugung vor Beinvenenverschlüssen (Thromboseprophylaxe)

Gerinnungsstörungen unter gerinnungshemmenden Medikamenten (Antikoagulanzien)

Blutplättchenfunktionsstörungen (Thrombopathien)

Armut an Blutplättchen (undefinedThrombopenie)